Darmkrebsvorsorge

Broschüre Darmkrebsvorsorge
Broschüre Darmkrebsvorsorge

100 % fürs Leben: Natürlich gehe ich zur Darmkrebsvorsorge!

Die Fakten sind klar:

Jedes Jahr erkranken mehr als 70.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs und fast 30.000 sterben daran. Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland.

Es gibt keine Frühwarnzeichen, die Sie als Patient selbst wahrnehmen können. Erst in fortgeschrittenen Stadien können Schmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten oder Blutungen auftreten.

Methoden zur Früherkennung sind vorhanden und effektiv – sie müssen jedoch genutzt werden.

Bei rechtzeitiger Diagnose beträgt die Heilungschance nahezu 100 %!

Aber: Die Inanspruchnahme der Darmkrebsvorsorge ist gering – nur 20% der Männer und 35% der Frauen nutzen sie.
Dabei ist die Vorsorgeuntersuchung unproblematisch und wird im Rahmen der gesetzlichen Früherkennungs-richtlinien von allen Krankenkassen bezahlt.

Vorgehensweise bei der Darmvorsorge

Darmspiegelung (Koloskopie)

Mit einem dünnen, flexiblen Schlauch (Endoskop), der mit einer hochempfindlichen Videokamera ausgerüstet ist, untersucht der Arzt den Darm. Hierbei wird nicht nur nach bösartigen Tumoren, sondern insbesondere nach ihren Vorstufen (Polypen) gesucht. Diese Vorstufen werden bereits während der Untersuchung entfernt und somit Darmkrebs verhindert. Durch eine Darmspiegelung lässt sich das Risiko von Darmkrebs für 10 Jahre um bis zu 90 % verringern.

Stuhlbluttest (verstecktes Blut im Stuhl)

Ein einfach durchzuführender Stuhltest zeigt dem Hausarzt, ob Blut im Stuhl vorhanden ist. Wenn der Test positiv ausfällt, muss in jedem Fall zur weiteren Abklärung eine Darmspiegelung erfolgen.

Durch den Stuhlbluttest lässt sich die Sterblichkeit an Darmkrebs jedoch nur um 25 % senken.

Was kostet das?

Die Kassen übernehmen die Kosten für eine Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr, für einen Stuhltest ab dem 50. Lebensjahr.

Liegt eine erbliche Vorbelastung in der Familie vor, werden die Kosten der Untersuchung bereits in einem früheren Lebensalter übernommen.

An wen wende ich mich?

Zur Darmspiegelung überweist Sie Ihr Hausarzt an den Gastroenterologen (Magen-Darm-Spezialist). Den Stuhlbluttest erhalten Sie von Ihrem Hausarzt, Gynäkologen oder Urologen. Sprechen Sie ihn darauf an.

Die Chance für Ihr Leben

Alle sind angesprochen

Ab 55 sollte alle 10 Jahre eine Darmspiegelung durchgeführt werden, um Darmkrebs zu vermindern. Ab 50 ist die regelmäßige Durchführung eines Stuhlbluttestes sinnvoll.

Früherkennung statt Verdrängung

Für die meisten Menschen ist es eine Selbstverständlichkeit, ihr Auto regelmäßig zur Inspektionzu geben. Im Hinblick auf die Darmkrebsvorsorge sollte dies auch für den eigenen Körper gelten.

Unbegründete Angst

Nur die Darmspiegelung gibt Sicherheit. Hierbei handelt es sich um eine unkomplizierte und kaum belastende Untersuchung.

Darmkrebs, früh erkannt, ist nahezu 100%ig heilbar

Es wäre schön, wenn wir Sie motivieren können, die Chance der Krebsvorsorge zu nutzen. Bitte informieren Sie auch Ihre Familie, Freunde und Bekannten über die Früherkennung von Darmkrebs.

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