Langzeit-Säuremessung

Mit Hilfe eines computergestützten Langzeitmesssystems wird der Säurerückfluss vom Magen in die Speiseröhre registriert. Diese Messung ist zur Risikoeinschätzung und zur Therapieüberwachung der Refluxkrankheit sinnvoll.

Die Refluxkrankheit

Durch ein Versagen des unteren Schließmuskels der Speiseröhre kommt es zu einem Rückfluss (Reflux) von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Hierdurch treten Sodbrennen, saures Aufstoßen und Schmerzen hinter dem Brustbein auf. Es kann auch eine Bronchitis ausgelöst werden und zu Schmelzschäden an den Zähnen verursacht werden.

Durch stärkere Reizung der Speiseröhrenschleimhaut kann eine Speiseröhrenentzündung, eine Schleimhautveränderung und in seltenen Fällen Speiseröhrenkrebs entstehen.

In Deutschland leiden etwa 10 % der Bevölkerung an der Refluxkrankheit. Eine wirkungsvolle Behandlung ist mit den modernen säureblockierenden Medikamenten (Protonenpumpenhemmern) in nahezu allen Fällen möglich.

Durchführung der Untersuchung

Über die Nase wird eine dünne Messsonde in die untere Speiseröhre eingeführt. Diese registriert über einen Tag den pH-Wert in der Speiseröhre. So lässt sich die Häufigkeit und Dauer des Säurerückflusses nachweisen. Die Sonde verursacht während der ersten Stunden ein Fremdkörpergefühl im Rachenraum, an das man sich im Laufe der Zeit gewöhnt. Ihr normaler Tagesablauf wird durch die Messung nur geringfügig beeinträchtigt.

Auswertung einer Langzeitsäuremessung  -  leichtgradige Refluxkrankheit
Auswertung einer Langzeitsäuremessung - leichtgradige Refluxkrankheit

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